Fastenzeit – ab Aschermittwoch: Positive Veränderung für Körper & Geist durch Verzicht

Fastenzeit – ab Aschermittwoch: Positive Veränderung für Körper & Geist durch Verzicht

Fastenzeit ab Aschermittwoch – Ostern

 

Alkohol, Fleisch, Internet: Fasten und Verzicht sind vielfältig – und nicht nur in der Zeit nach Aschermittwoch im Trend.

Fasten bewirkt heilsame biochemische Veränderungen

Schon seit Urzeiten ist der menschliche Stoffwechsel auf Fastenzeiten eingestellt: In Phasen des Überflusses schlemmten unsere Vorfahren ungehemmt, in Mangelphasen blieb der Magen dafür einige Stunden oder Tage leer. Unser Körper übersteht längere Hungerperioden, indem er in verschiedenen Organen und Geweben Energiereserven speichert (unter anderem als Fettpolster) und bei Bedarf wieder mobilisiert. Nach einer längeren Zeit ohne Nahrungsaufnahme beginnt er Stoffe auszuschütten, die den Fettabbau aktivieren. Es kommt zu heilsamen biochemischen Veränderungen im Körper, etwa zu einem verbesserten Zucker- und Fettstoffwechsel.

Ernährungsumstellung – der Weg zu mehr Wohlbefinden

Bei einer Ernährungsumstellung geht es darum, krankmachende Gewohnheiten durch gesündere zu ersetzen. Wer die Umstellung schafft, nimmt meistens nicht nur ab, sondern fühlt sich wohler und leistungsfähiger.

Es gibt ganz unterschiedliche Formen des Fastens und Verzicht in der Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern.

Fasten als Wohltat für den Körper?

Wer heilfastet, muss viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Neben Wasser darf das auch Brühe sein.

Viele Menschen verbinden Fasten jedoch in erster Linie mit dem Verzicht auf Nahrung, dem sogenannten Heilfasten. Nach einem exakten Plan, am besten unter ärztlicher Kontrolle, meidet man dabei feste Lebensmittel und ernährt sich für Tage (max. 7 Tage) nur von Flüssigkeiten wie Wasser, Säften oder Brühe. Hierzu gibt es einige Ratgeber die durch die Fastenzeit führen.

Fasten bei Vorerkrankungen nur unter ärztlicher Aufsicht

Auch wenn Heilfasten die Gesundheit fördern kann, dürfen Menschen mit schweren Herz- und Nierenerkrankungen, Krebserkrankungen, Gicht oder Gallenproblemen nicht fasten. Nur Gesunde können in Eigenregie mit einer Fastenkur loslegen – Menschen mit Vorerkrankungen sollten immer vorher mit ihrem Arzt sprechen. Es besteht die Möglichkeit, in speziellen Fastenkliniken unter ärztlicher Aufsicht zu kuren.

Verzicht auf Alkohol

Einen ganz weltlichen Ansatz wählt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, indem sie zum Verzicht auf Alkohol aufruft. Bei der Aktion “Kannst du ohne?” gehe es darum festzustellen, “welche körperlichen und psychischen Veränderungen” eine sechswöchige Alkohol-Pause mit sich bringe, erklärten die Organisatoren.

 

 

Kann man mit Fasten “entschlacken”?

Die von Buchinger so genannte “Entschlackung” ist zwar wissenschaftlich zweifelhaft: Schlacken sind angeblich Abfallprodukte des Stoffwechsels, die sich im Körper ablagern und Krankheiten verursachen können. Experten verweisen darauf, dass Endprodukte des Stoffwechsels fortwährend über die Nieren, Darm, Lunge und die Haut ausgeschieden werden.

Allerdings kommen beim Fasten offenbar die ständig unterschwellig laufenden Zellreinigungsprozesse in Schwung: “Fasten aktiviert sozusagen die körpereigene Müllabfuhr”, so erklären dies Ernährungsberater.

Die unterschiedlichen Formen des Fastens:

Heilfasten

Heil Fasten gilt bei immer mehr Menschen als Frühjahrsputz für Körper, Geist und Seele. Eine der bekanntesten Methoden ist das klassische Heilfasten nach der Buchinger-Methode, die auf den deutschen Arzt und Naturheilkundler Otto Buchinger (1878-1966) zurückgeht. Erlaubt ist dabei für fünf Tage oder länger nur der Verzehr von Gemüsebrühe und verdünnten Säften, in geringem Umfang auch Milchprodukte. So erhält der Körper eine minimale Menge an Kalorien, Vitaminen und Mineralien. Dem Heilfasten werden vielfältige positive Wirkungen zugeschrieben.

Buchtipp: „Buchinger Heilfasten – 7 Tage Programm“ von Dr. med. Andreas Buchinger

 

Basenfasten

Das einfache Prinzip des Basenfastens: Es werden nur basische, nährstoffreiche Lebensmittel gegessen, die den Körper beim Entsäuern unterstützen, also sogenannte Basenbildner. Basenbildner sind vor allem Gemüse, Obst, Kräuter, Sprossen, einige Nüsse und hochwertige kaltgepresste pflanzliche Öle. Basenfasten kann helfen, das Gewicht zu reduzieren und bewusster zu essen.

Verzicht auf Kaffee, Alkohol, Zucker, Fleisch, Süßigkeiten, Weißmehlprodukte;

Dazu trinkt man jeden Tag zwei bis drei Liter Flüssigkeit, und zwar stilles Wasser, besser noch Quellwasser und Tee aus heimischen Kräutern. Schwarzer, Grüner, Weißer oder Rooibos-Tee sind fürs Basenfasten nicht geeignet.

Beim Basenfasten werden nur Lebensmittel gegessen, die basisch wirken und den Körper entsäuern. So soll verhindert werden, dass die Basen den Abtransport der Säuren übernehmen müssen und sich dadurch wichtige Mineralien im Körper abbauen. Zudem kann das Entsäuern vor verschiedenen Krankheiten schützen oder diese lindern.

 

Buchtipp: „Basenfasten sanft entlasten und dauerhaft abnehmen“ von Sabine Wacker

 

 

Ernährungsumstellung – der Weg zu mehr Wohlbefinden

Bei einer Ernährungsumstellung geht es darum, krankmachende Gewohnheiten durch gesündere zu ersetzen. Wer die Umstellung schafft, nimmt meistens nicht nur ab, sondern fühlt sich wohler und leistungsfähiger – also ein Frühjahrsputz für Körper, Geist & Seele.